Sanierung des Kirchraumes
Zur Sanierung und Neugestaltung des Innenraums und der Mantelbebauung unserer Kirche hat der Kirchenvorstand im letzten Jahr einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, an dem sich sechs Büros beteiligt haben. Die eingereichten Entwürfe wurden Mitte Februar von einer Jury begutachtet, der nicht nur Vertreter von St. Katharinen, der Nordelbischen Kirche und des Hamburger Denkmalschutzamtes angehörten, sondern u.a. auch der Hamburger Architekt Jan Störmer, Prof. Dr. Thomas Erne [Direktor des Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart, Marburg] sowie Prof. Dr. Georg Moersch aus Zürich.
Einen ganzen Tag lang wurde diskutiert und abgewogen. Am Ende hat die Jury dem Kirchenvorstand empfohlen, auf das Büro Helmut Riemann Architekten, Lübeck zuzugehen. In der Begründung dazu heißt es: »Die Arbeit besticht durch ihren funktionalen Minimalismus. Wenige Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz führen zu einem ästhetischen und funktionalen Mehrwert. Dem Entwurf wird von seiner Haltung her zugetraut, den Kirchraum zu erfassen und mit zeitgenössischen Mitteln behutsam zu reformieren«. Bei allen Veränderungen kommt es darauf an, eine Balance zwischen Bewahrung und Erneuerung zu finden und behutsam mit der alten Architektur umzugehen, die St. Katharinen so einzigartig macht. Dies ist dem Büro Helmut Riemann besonders gut gelungen, wenngleich auch die anderen fünf Bewerbungen faszinierende Ideen und Anregungen geliefert haben.
In seiner Sitzung am 23. März hat der Kirchenvorstand beschlossen, der Empfehlung der Jury zu folgen und in konkrete Gespräche mit den Architekten einzusteigen. Vieles ist nun zu beraten und zu klären. Zunächst wird den Empfehlungen nachgegangen, die das Gutachtergremium mitgegeben hat: Nicht alle Vorschläge fanden Zustimmung, nicht jede Idee ist umsetzbar. Parallel dazu ist eine erste Kostenschätzung vorzunehmen. Denn eines ist sicher, wenn wir den Innenraum, die Büros, die Gemeinderäume, die Wohnungen, die Sanitäranlagen, die Elektrik, die Heizung, einen Keller und die Räume im Turm neu gestalten wollen, werden wir mit den bisher veranschlagten 15 Mio. Euro nicht auskommen. Als Drittes werden wir also in ein erneutes Fundraising eintreten, um Unterstützer und Förderer zu gewinnen. In diesem letzten und entscheidenden Sanierungsschritt liegt die für unsere Generation einmalige Chance, an diesem Haus Gottes nachhaltig mitzubauen.