Flüchtlingshilfe aktuell - Wir suchen Sie!

Von: Sabine Dudda | 17.03.2017

Wir suchen Betreuer, Küchenhelfer, Zuhörer Hausaufgabenhelfer, Spielbegleiter, Bastler … für das offene Begegnungscafé mittwochs am Baakenhafen. 

Um das Angebot dauerhaft zu etablieren, brauchen wir noch mehr Menschen, die während der Öffnungszeiten des ‚Cafés’ in der Küche, in der Hausaufgabenhilfe, beim Deutschlernen oder in der Kinderbetreuung mitmachen möchten: kulturell offen, humorvoll, nervenstark, phantasiebegabt. Wenn Sie also Lust haben, sich das Ganze einmal anzuschauen, dann rufen Sie mich bitte an: Sabine Dudda 30 37 47 44 oder dudda@katharinen-hamburg.de

 

Offenes Begegnungscafé:
Die Gemeinde engagiert sich in der Wohnunterkunft in der Kirchenpauerstraße: Ca. 700 Menschen wohnen in diesem Containerdorf direkt an der Elbe – es ist ein seltsam-rauer Ort inmitten einer Einöde aus Baustellen, Trassen und Brachland in der Nähe der HafenCity Universität. 

In den Gemeinschaftsräumen öffnet ein Kreis aus ca. 8 Unterstützer*innen – auch aus dem Netzwerk HafenCity e.V. - mittwochs ab 16 Uhr ein ‚Begegnungscafé’. Eigentlich war es gedacht als Treffpunkt für Erwachsene, nun aber kommen zudem viele Kinder vorbei zum Naschen von gespendeten Backwaren und zum Teetrinken, zum Spielen und Basteln. Manche bringen auch ihre Hausaufgaben oder Übungsmaterialien mit – dann findet sich eine Person, die in einem der ruhigen Nebenräume die Aufgaben erklärt und mit ihnen übt. Denn ruhig ist es im großen Hauptraum nur zu Beginn dieser zwei Stunden; die meisten Kinder können sich nicht lange konzentrieren und die Unruhe steigert sich deutlich in der 2. Halbzeit.  Diese Betreuungsarbeit ist für die Helfer manchmal anstrengend und dennoch erfüllend: Sie macht nämlich Sinn, das ist deutlich zu spüren. 

Die erwachsenen Besucher sind häufig Mütter mit kleinen Kindern, die keine Deutschkurse besuchen können oder dürfen. Sie sind aber entschlossen, dennoch die deutsche Sprache zu erlernen: in der Bücherhalle, im Eigenstudium, wo auch immer. Die Gespräche mit ihnen über ihre jetzigen und früheren Lebensumstände und Erfahrungen erweisen sich als sehr interessant und klingen lange im Gegenüber nach.   

Über die spezielle Bedeutung der Flüchtlingshilfe ist eigentlich alles gesagt: Die integrative Wirkung bürgerschaftlichen oder ehrenamtlichen Engagements zeigt sich hier deutlich und scheint auch noch mittelfristig unverzichtbar zu sein. Also auch an dieser Stelle einen herzlichen Dank an diejenigen, die schon mitarbeiten und ein freundlicher Appell an die Anderen: Kommt vorbei, spürt einmal die Atmosphäre in einer Unterkunft und die ganz individuelle, ganz konkrete Anwesenheit geflüchteter Menschen, redet miteinander.