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Das Quartier rund um St. Katharinen ist im Wandel, auch in der unmittelbaren Nachbarschaft. Nach dem Umzug der Katharinenschule in die HafenCity hat die Stadt der HOCHTIEF Projektentwicklung das Gelände nördlich von St. Katharinen anhand gegeben. Hier soll ein Neubau mit 60 % Wohnen und 40 % Gewerbe entstehen. Den hohen Anteil an Wohnungen hat seinerzeit die Bezirkspolitik der Stadt abgerungen.
Seit einigen Monaten macht allerdings der vorgelegte Bebauungsplan Sorge – auch über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus. Die Kritik konzentriert sich auf vier Punkte: - Die geplanten Gebäudekomplexe verstellen den Blick auf die Kirche von der ehemaligen Ost-West-Straße aus derart, dass Hamburg ein hochwertiger Orientierungspunkt verloren geht.
- Die neue Bebauung fixiert die städtebaulich fatale Achse der Willy-Brandt-Straße und bietet keine attraktive Wegeführung auf der Nord-Süd-Achse vom Rathaus in die HafenCity.
- Die geplanten Baukörper orientieren sich nicht an der historischen Kleinteiligkeit der Altstadtarchitektur, sondern führen die Großstrukturen der Willy-Brandt- Straße in das Quartier ein.
- Die Planung sieht die Ansiedlung von Kleingewerbe – Cafés, Restaurants, Einzelhandel – nur an den Kopfseiten des Grimm vor. Im Straßenverlauf wird es bis auf weiteres keine Nutzung geben, die diese Straße zu einem lebendigen Weg machen.
Zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern aus ganz Hamburg hat St. Katharinen dagegen protestiert und in einem Punkt einen ersten Teilerfolg errungen: in der Höhenentwicklung wurde nachgebessert. Nach den aktuellen Entwürfen soll die Sichtbarkeit des Turms wenigstens durch eine Schneise von der Ampel am Ende der Zollenbrücke gesichert sein. Damit bleibt zwar ein massiver Bau quer zur Nord-Süd-Achse, dem Weg vom Rathaus stehen. Aber die Nachbesserungen zeigen, dass ein echter Dialog in der Sache möglich ist.
Das macht Mut für die weitere Debatte zur Optimierung der Pläne für dieses Quartier, das stadtgeschichtliche und stadtplanerisch als Scharnier zwischen Rathaus und HafenCity von zentraler Bedeutung für Hamburg ist. Wir brauchen Lösungen, die so nachhaltig sind, dass noch unsere Kinder und Kindeskinder Freude daran haben.
Pressekontakt:
Hauptkirche St. Katharinen Katharinenkirchhof 1 20457 Hamburg Telefon: (040) 30 37 47-30 Telefax (040) 30 37 47-59 Mail: info@katharinen-hamburg.de
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