St. Katharinen

Die Hauptkirche & ihr Viertel - eine Wiederentdeckung

Die Hauptkirche St. Katharinen steht vor einer historischen Herausforderung. 600 Jahre lang war sie als Hafenkirche geistlicher, kultureller und architektonischer Vorposten für die Stadterweiterung Hamburgs nach Süden, bevor sie durch die Speicherstadt, die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und schließlich den Bau der Ost-West-Straße erst von ihrer Gemeinde, dann von ihrem städtischen Umfeld abgeschnitten wurde.
Der Fall der Zollgrenze, der Bau der HafenCity, aber auch die Anstrengungen zum Ausbau der Innenstadt als Wohnort haben dieses Dasein als Enklave am Rande der Stadt in den letzten Jahren beendet und St. Katharinen ins Zentrum Hamburgs zurückgebracht. Im Zuge dieser Entwicklungen wurde die Kirche nun das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg vollständig saniert.

Zum Abschluss dieser aufwendigen Arbeiten bietet das neue Katharinenbuch: „St. Katharinen. Die Hauptkirche und ihr Viertel - eine Wiederentdeckung“ umfassende Einblicke in ihre 760-jährige Geschichte. Vertreter der Kirche, Historiker, Archäologen, Stadtplaner, Architekten, Kunsthistoriker und Soziologen betrachten aus unterschiedlichen Perspektiven die Baugeschichte und Architektur, die Entwicklung der Gemeinde, die herausragende Bedeutung der Musik, aber auch die Verwurzelung im umliegenden Quartier und die Rolle, die St. Katharinen sich als Kirche im 21. Jahrhundert in der Elbmetropole Hamburg gibt.

St. Katharinen
Die Hauptkirche und ihr Viertel – eine Wiederentdeckung

Herausgegeben von der Hauptkirche St. Katharinen
ELBE&FLUT Edition/Junius-Verlag
ISBN: 978-3-88506-026-4
14,90 €

Ulrich Greiner, u. a. Herausgeber des Magazins ZEITLiteratur, über dieses Buch:

„Jeder Hamburger kennt St. Katharinen. Wirklich? Er kann die Kirche, ihre Geschichte, ihre Bedeutung für die Stadt nur kennen, wenn er diesen exquisit gestalteten Bildband kennt: ‚St. Katharinen. Die Hauptkirche und ihr Viertel – eine Wiederentdeckung’. Es wäre zu erwarten gewesen, dass die Gemeinde nach der langwierigen und kostspieligen Renovierung ihrer Kirche das schöne Resultat mit einem schönen Bilderbuch feiert. Dies aber ist viel mehr. In den 28 Aufsätzen dieses Bandes finden wir archäologische und bauhistorische Betrachtungen, geistesgeschichtliche, kunstgeschichtliche und stadtgeschichtliche. Wir erleben den ständigen Wandel Hamburgs, sehen Abriss und Zerstörung, Erneuerung und Wiederaufbau, von den alten Quartieren bis zu den Kontorhäusern, zur Speicherstadt und Hafen City. Der Bogen spannt sich bis in die Gegenwart, endet mit einer Darstellung der soziologischen, demografischen Struktur und mit Überlegungen zum gemeindetheologischen Auftrag. Und alle Aufsätze sind reich illustriert, mit historischen Stadtplänen und neuen Fotos, mit Tabellen und alten Gemälden. Am Ende porträtiert dieses Buch nicht allein das Kirchspiel, sondern das Herz Hamburgs – und damit die ganze Stadt.

Foto (unten): Dorothea Ahlers, SUB Hamburg