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Aktuelles aus dem Kirchenvorstand

Was tut sich an St. Katharinen rund um die Baustelle und das Gemeindeleben?

In einer Gemeindeversammlung am 8. Januar 2012 informierte der Kirchenvorstand darüber die anwesende Gemeinde. Der Rede von Kirchenvorsteherin Dr. Beate Timmann waren vorausgegangen ein Blick in die Kirche bzw. auf die Baustelle und eine Einführung in die Gestaltungspläne für den Innenraum durch den Architekten Hanno Nachtsheim.

 

Rechenschaftsbericht Kirchenvorstand St. Katharinen

Gemeindeversammlung, 8. Januar 2012

Liebe Gemeinde von St. Katharinen,

wie wir eben im Kirchenraum eindrucksvoll gesehen haben, war das bestimmende Thema 2011 für den Kirchenvorstand die Sanierung unserer Kirche.

Insbesondere der Bauausschuss und die wöchentlich tagende Steuerungsgruppe Sanierung haben hart gearbeitet; im Kulturausschuss und in der großen Runde im Kirchenvorstand haben wir lange und intensiv über Fragen der Innenraumgestaltung diskutiert, sogar eine Klausurtagung dazu abgehalten, auf der auch Herr Nachtsheim anwesend war.

Ein wichtiges Thema, das wir schon zu Beginn des Jahres 2011 im Kirchenvorstand diskutiert haben, ist die Zukunft des Bilderzyklus „Weg ins Licht“. Es war abzuwägen und zu entscheiden, ob die Bilder der Prinzessin Ingeborg zu Schlewsig-Holstein, die St. Katharinen als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt worden waren, nach der Sanierung wieder in die Obergaden gehängt werden sollen oder nicht. Der Kirchenvorstand hat lange und intensiv über die Bedeutung der Bilder und ihren möglichen zukünftigen Standort diskutiert, aber auch über ein mögliches, würdiges Abschiedsritual. Dazu wurden auch Experten zu Rate gezogen, und das Votum der Prinzessin wurde noch einmal gehört. Diese Diskussionen haben sich über mehrere Monate erstreckt. Der Kirchenvorstand ist dann zu der Entscheidung gelangt, dass die Bilder nicht wieder aufgehängt werden. Sie sollen aber nicht einfach so aus Katharinen „verschwinden“, sondern in einem würdigen Akt verabschiedet werden. Dazu ist – und  auch das ist mit der Prinzessin abgesprochen und von ihr mitgetragen – eine Ausstellung geplant, in der der Bilderzyklus im Kirchenraum von Katharinen noch einmal gezeigt wird. Der Zeitpunkt steht noch nicht fest, das hängt natürlich auch von dem weiteren Fortgang der Sanierungsarbeiten ab. 

Die Obergaden werden also weiß bleiben. Der Kirchenvorstand hat außerdem beschlossen, für einen Zeitraum von fünf Jahren keine neue dauerhafte Ausgestaltung in den Obergaden zuzulassen.

Obwohl es angesichts dieser Baustelle, die wir eben gesehen haben, kaum zu glauben ist, war die Sanierung nicht das einzige Thema, was uns beschäftigt hat, denn schließlich muss St. Katharinen ja auch trotz Baustelle „weiterlaufen“.

A propos Baustelle, das kann hier noch eingeschoben werden, dann haben wir das abgehakt: Natürlich hat uns in diesem Jahr auch noch einmal die Baustelle nebenan, auf dem Gelände der ehemaligen Katharinenschule, beschäftigt. Nach zähem Ringen wurde endlich eine Nachbarschaftsvereinbarung von HochTief unterzeichnet. Diese Vereinbarung enthält u.a. einen für Katharinen wichtiges technisches Frühwarnsystem , das Erschütterungen und Wasserstandsänderungen so rechtzeitig mitteilt, dass keine Gefahr für die Kirche entstehen kann. 

Die Kommunikationswege zwischen HochTief und Katharinen sind vereinfacht und es gibt regelmäßige Abstimmungsgespräche.

Die Gemeindearbeit in St. Katharinen ging trotz der Schließung des Kirchenraumes weiter.

Hier möchte ich nur kurze Schlaglichter unter den folgenden kleinen Überschriften ins vergangene Jahr werfen:

St. Katharinen ist unterwegs: Für die Gottesdienste wurden neue Orte gefunden und geschaffen: das Kirchencafé erstrahlt dank der künstlerischen Hand von Ludger Trautmann in neuem Glanz und dient uns als schöner Gottesdienstraum. St. Petri und St. Jacobi, die Krypta der Nikolaikirche, Flusschifferkirche, Theaterschiff, Aula der Katharinenschule und noch mehr Orte boten unserer Gemeinde Raum.

St. Katharinen bleibt lebendig: Veranstaltungen wie Katharina feiert, Familienflohmarkt, Nacht der Kirchen oder Tag des offenen Denkmals wurden auf den Kirchplatz verlegt und verliefen sehr erfolgreich. Der Katharinenweg wurde wieder beschritten und auch die Gesprächsreihe „KatharinenSalon“ im Meßmer Momentum wurde weitergeführt.

St. Katharinen informiert: der von Maren Trautmann koordinierte „Baubrief“ als verkürzter Gemeindebrief informiert die Gemeinde über die Fortschritte der Sanierung und alles, was in St. Katharinen passiert. Das Interesse der Medien an St. Katharinen ist weiterhin groß. Der Öffentlichkeitsausschuss, der sich in diesem Jahr gegründet hat, arbeitet an Optimierungen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und überarbeitet derzeit in einem ersten Schritt die Katharinen-Hompeage, die übersichtlicher und benutzerfreundlicher werden soll.

St. Katharinen wird verstärkt: seit Februar ist Anja Tews als Nachfolgerin von Ruth Ruge als neue Hausdame bei uns und seit 15. Juni haben wir mit Sabine Dudda eine neue Gemeindesekretärin. Renate Maßfeller wurde mit einem schönen Gottesdienst auf der Flussschifferkirche und einem Empfang verabschiedet. Wir vermissen sie und freuen uns gleichzeitig sehr darüber, dass Frau Dudda und Frau Tews so gut nach Katharinen passen und wie gut die Arbeit mit ihnen läuft.

St. Katharinen bleibt wach und verstärkt die Netzwerke in die Hafencity: Ein Ausschuss des Kirchenvorstands beschäftigt sich eigens mit dem Thema Hafencity als neues Gemeindegebiet.

Unsere Gemeinde war durch Beteiligung an Stadtteilfesten und Eröffnungen präsent.

Hier spielt auch die ökumenische Zusammenarbeit eine Rolle: bei der Eröffnung des Magdeburger Hafens z.B. oder auch beim Nikolaustag in der Hafencity. Viele weitere Aktivitäten stärken die Bindung zwischen Katharinen und Hafencity: das Singpatenprojekt in der St. Katharinen-Kita, der Martinsumzug durch HafenCity und Speicherstadt, die Mitarbeit im HafenCity-Netzwerk e.V. sind nur einzelne Beispiele für das starke Engagement von Katharinen in diesem neuen Stadtteil. Insbesondere Frank Engelbrecht ist hier treibende Kraft.

St. Katharinen bleibt musikalisch: die Kantorei sang in Petri, im Michel und in St. Johannis Eppendorf, Höhepunkt war dann der gemeinsame Auftritt mit der Kinderkantorei in der Laeiszhalle mit der Carmina Burana.

Der Kinderchor wächst und gedeiht: Inzwischen singen 100 Kinder in der Hamburger Kinder- und Jugendkantorei. Die Honorierung für unsere Chorleiterin Sabine Paap kann gemeinsam mit St. Petri sichergestellt werden. Der Musik-Ausschuss des Kirchenvorstandes diskutiert die Frage, wie das kirchenmusikalische Profil von St. Katharinen aussieht und in Zukunft aussehen soll.

St. Katharinen bleibt Universitätskirche: Alle zwei Wochen während der Vorlesungszeit findet der Universitätsgottesdienst auch unter den beengteren räumlichen Bedingungen in  Katharinen statt, in der Regel als Abendgottesdienst, und jeweils der letzte Gottesdienst im Semester um 11 Uhr. Die Gottesdienste der Reihe  "Lebenszeiten - Angst vorm Sterben, Mut zum Leben" sind gut  besucht worden. Im nächsten Semester wird die Gottesdienstreihe unter dem Thema "Verheißungen" stehen.

St. Katharinen bleibt jung: Neben der Kinderkantorei nimmt auch die Kinder- und Jugendarbeit Fahrt  auf, ein besonderes Beispiel hierfür ist neben der Arbeit der Pastoren in der Katharinen-Kita das Kindermusical, das Pastor Engelbrecht gemeinsam mit Musikern und Kindern aus sechs evangelischen Kitas, u.a. aus der HafenCity, Wilhelmsburg und Veddel umsetzte und das sogar einen Preis gewann.

St. Katharinen schaut in die Zukunft: Inzwischen richten wir auch den Blick auf die Zeit, in der unsere Kirche wieder offen sein wird. Eine Arbeitsgruppe Wiedereröffnung befasst sich mit der Frage, wie wir diesen großartigen Moment am würdigsten und schönsten begehen können. Beteiligt sind Mitglieder des Musik-, des Kultur-, des Hafencity- und des Öffentlichkeitsausschusses, Ehrenamtliche sowie das Pfarramt, Frau Dudda und Oliver Quellmalz als Koordinator. Über die Planungen werden wir Sie auf der nächsten Versammlung sicher schon detaillierter informieren können.

Im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung steht auch die Frage, wie Katharinen seine Besucher zukünftig empfangen will. Aufgrund der Kirchenschließung haben wir im Februar die Gruppe Katharinen Kennen aus ihrem Dienst verabschiedet. Mit der Wiedereröffnung der Kirche soll ein neues Team von Kirchenhütern gegründet werden. Dabei sind interessierte ehemalige Katharinen Kennen Mitglieder sowie neu zu gewinende Ehrenamtliche gesucht und herzlich willkomen. Die Verantwortung für diesen Arbeitsbereich liegt bei Maren Trautmann und Inge Hansen.

Zudem sind Publikationen über St. Katharinen in Vorbereitung. Das neue Katharinenbuch wird rechtzeitig zur Wiedereröffnung erscheinen. Peter Voigt, Andrea Wagener, Frank Engelbrecht und  Maren Trautmann arbeiten am Buch und werden in Redaktion und Grafik von Profis wie Thomas Hampel (der auch das Hafencity-Magazin Quartier verantwortet) und anderen unterstützt.

Zu Herrn Peter Voigt muss hier eine kurze Personalie eingefügt werden: er wurde im vergangenen Jahr in das Kollegium der  Oberalten gewählt und eingeführt. Heute gibt es einen Termin dieses Gremiums, wo er gemeinsam mit Frau v. Voithenberg und Hans-Günter Caspar sein muss.

Ein weiteres Zukunftsthema, mit der sich der Hafencity-Ausschuss und der Kirchenvorstand beschäftigt, betrifft die Region. Nur kurz dazu: Zu den Vorgaben des Kirchenkreises und unserem Auftrag als Hauptkirche gehört es, dass wir in regionalen Bezügen denken. Derzeit werden die Perspektiven diskutiert und abgewogen, die St. Katharinen im Verbund mit den beiden Kirchen Veddel und Rothenburgsort hat oder die wir in einem Verbund mit den Hauptkirchen in der Innenstadt haben könnten.

Das waren einige Zukunfsthemen: Die Zukunft haben wir also fest im Blick, auch wenn uns unsere Baustelle und die Sanierung immer wieder  im „Hier und Jetzt“ verankern. Wir freuen uns auf das neue Jahr, gemeinsam mit Ihnen!

Sie haben jetzt die Möglichkeit, Fragen zu stellen ...

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Beate Timann