„Fragmente. Skulpturen und Zeichnungen im Dialog“ ist der Titel der Ausstellung des Künstlers Ernst Hesse, die vom 28.2. bis zum 13.4. in St. Katharinen zu sehen ist. In seiner Ausstellung präsentiert Ernst Hesse eine Auswahl von Skulpturen und Zeichnungen aus verschiedenen Werkphasen, die dazu einladen, mit den Werken in Dialog zu treten und innezuhalten. Zur Vernissage am Freitag, 28.2., 18 Uhr ist der in Düsseldorf lebenden Künstler anwesend.
Ernst Hesses Werke stehen im Zeichen des Dialogs. Seien es die großformatigen Zeichnungen, deren Setzungen sparsam und kontrolliert anmuten und sich oft auf nur wenige Linienverläufe und Striche beschränken oder die geometrischen Skulpturen aus Bronze, die aus Grundformen zusammengesetzt neue Bedeutungen und Zeichen ergeben. Auch seine neuesten digital entstandenen Arbeiten sind ein Ausdruck von interkultureller Kommunikation. Auf Hesses zahlreichen Reisen ist stets der Austausch im Fokus, die Lösung von eurozentrischer Sicht und die Öffnung von Räumen. So entstehen die Arbeiten immer in der Offenheit gegenüber dem Außen, in der Kommunikation von Landschaft und Urbanität, in der Verbindung und gleichzeitiger Kontrastbeziehung. In all seinen Werkphasen ist dieser Transport von Kulturen merklich. Er spürt nach dem Eigenen, den Verschiedenheiten, sucht das Gespräch um dann aufmerksam und respektvoll Referenzen für die eigene Arbeit zu ziehen, die diese Vielfalt, Tradition und Identität transportiert, im Dialog mit dem Ureigenen.
Die Formen die Hesse nutzt sind von Grund auf kultur- und epochenneutral und somit global kommunizierbar. Deren Summe ergeben die Skulptur selbst und sie wird dadurch zu einem konkreten (Zeit-)Zeichen oder Symbol, teils aus dem Alt-Hebräischen oder dem Japanischen entlehnt. So stellt er Bezüge her, zitiert und schafft Vertrautheit und eine kritisch reflektierte Identifikation.
ERNST HESSE wurde 1949 in Düsseldorf geboren. Er ist nicht nur Maler, Zeichner und Fotograf. Seine räumliche Arbeit führt er hauptsächlich in Cortenstahl mit Rost patina durch. Monumentale Formen, die durch Durchschauen den Kontrast zur Umwelt und damit auch zur Umgebung selbst betonen. Mit Studenten arbeitete er an Projekten, die seine offene Haltung gegenüber anderen und anderen Kulturen charakterisieren.
Vom Goethe-Institut nahm er Aufträge in Sarajevo, Accra, dem Fernen Osten und den USA an, um Kunst im öffentlichen Raum zu fördern. Die Titel seiner Werke als „Dialog“ sprechen für sich. Seine Werke sind unter anderem in Osaka, Düsseldorf, Kleve, Edinburgh, der Schweiz, Egmond usw. zu finden.



