Menschenbilder – Ausstellung von Friedrich Einhoff und Jan Koblasa

Vom 5. November bis zum 3. Dezember 2017

Foto: Sonia Jakuschewa

Foto: Sonia Jakuschewa

Foto: Sonia Jakuschewa

Täglich von 11.00 –17.00 Uhr | Eintritt frei

 


Menschenbilder
Ausstellung von Friedrich Einhoff und Jan Koblasa

 

Die Hauptkirche St. Katharinen stellt zum ersten Mal die beiden international hoch geschätzten Künstler Friedrich Einhoff und Jan Koblasa gemeinsam aus. Beide, der Maler und Zeichner Friedrich Einhoff und der Skuplteur Jan Koblasa, beschäftigen sich mit der menschlichen Figur und dem menschlichen gesicht, aber in sehr gegensätzlicher Weise; und so treten ihre Werke hier in einen Dialog.

 

Lebenslauf Friedrich Einhoff

1936    in Magedburg geboren

1957–62    Studium an der Hochschule für Bildenen Künste Hamburg

1962–66    Studium der Philisophie und Literaturwissenschaften an der Unievrsität Hamburg

1978–91    Professor im Fachbereich Gestaltung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

1979    Preisträger der Werner Otto Stiftung

1985    Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg

2008    Plakette der Freien Akademie der Künste Hamburg

2009    Hans Plaschek Preis für Kunst und Schrift

 

Freidrich Einhoff lebt und arbeitet in Hamburg. Er hatte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und ist mit seinen Werken in diversen Privatsammlungen sowie in der Sammlung der Hamburger Kunsthalle vertreten. Die Menschen von Friedrich Einhoff sind fragil, lädiert, scheinen verätzt und verbrannt, lösen sich in Fragmente auf, verharren in mancherlei rätselhaften Beschäftigungen, entziehen sich der Gegenwart und sind auf befremdliche Weise zeitlos. Auf bearbeitete Untergründe mit vielen Farbpigment-Flecken und Farben setzt er seine Portraits in Acryl, Kohle und Asche, häufig überlagert von Sand und Erde. Nie sind sie fotorealistisch; denn, so sagt der Künstler: „Alle Figuren und Portraits sind erfunden, aber jede Erfindung ist das Ergebnis einer Erfahrung im Umgang mit Menschen.“

 

 

Lebenslauf Jan Koblasa

1932    in Tabor, Tschechien geboren

1952–58    Studium an der Akademie der Bildenen Künste in Prag

1968    emigrierte Koblasa als verfolgter Künstler im Widerstand gegen das kommunistische Regime und kam über Mailand nach Deutschland

1960-98    Professor an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel, wo er die Bildhauerklasse gründete

1982    Umzug nach Hamburg

1995    Ehrengast der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom

2002–05    Professor für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Prag

Am 3. Oktober 2017 verstarb er im Alter von knapp 85 Jahren

 

Jan Koblasa lebte und arbeitete in Hamburg und Prag. Seine Arbeiten befinden sich in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen in Europa, Amerika, Asien und Afrika. u. a. in Nationalgalerie Prag, Stedelijk Museum Amsterdam, Museum of Art Philadelphia, International Sculpturgarden Eilat, Skulpturen Museum Assuan, Museo Pagani, Castellanza, Italien.
„Rudimentäre Gesichtszüge“ zeigen die Köpfe Koblasas, die kühn aus einem Holzstamm herausgehauen sind. Die gefundene Form unterteilt er durch scharfkantige Grate. In einem zweiten Arbeitsgang übernalt er das Holz mit leuchtender Acrylfarbe und erklärt, dass er sie im Frühling geschaffen habe, als die Vögel in seinem Garten sangen und die Sonne schien. Kraftvoll und monumental sind seine Köpfe in der Abstraktion. Zwei monochrome Skulpturen, Bote Noah, 1987 und Engel, 2010 (zusammen mit seiner Frau Sonia Jakuschewa) eröffnen einen weiteren Blick auf sein Werk.

Die Hauptkirche St. Katharinen ist ein Ort der Ruhe inmitten einer lauten Stadt.
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